EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat Angst davor, dass "US-Privatunternehmen" (die Ratingagenturen) angeblich den Euro kaputt machen. Na da wird sie aber froh sein, dass der Euro von ausgabewütigen Politikern ruiniert wird.
Oder haben vielleicht die bösen Amerikaner ("private" noch dazu!) die griechische Regierung gezwungen Schulden anzuhäufen und die Statistiken zu frisieren? Haben sie die griechischen Wähler gezwungen solche Politiker zu wählen? Das waren frei Entscheidungen - in Griechenland, Italien und sonstwo. Genauso wie es die freie Entscheidung der Politiker in Frankreich und Deutschland war die Defizitgrenze des Maastricht Stabilitätspakt Pakt zu ignorieren - jetzt haben wir die Instabilität, wen wundert's?.
Was den Hass der Politiker auf die Ratingagenturen angeht: why shoot the messenger?
Die gefährlichsten Lügen sind die, die wir gerne glauben.
Lesevorschlag für Erstbesucher: 1.) Gerechtigkeit, ein Kabarett? 2.) Fairness für alle? Ja schon, aber doch nicht für ...
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Dienstag, 12. Juli 2011
Euro: Glück im Unglück?
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Dienstag, 17. Mai 2011
Feig und blöd?
So eine Aufregung, nur weil der Herr Treichl das Offensichtliche ausgesprochen hat?
Nun, ausnahmsweise muss ich zur Verteidigung der Politiker antreten: Mein Verdacht ist, dass sie in gewisser Hinsicht schon wissen was sie tun. Gerade in dem Beispiel, das Herr Treichl gebracht hat: die neuen Vorschriften für Banken (und ähnliche für Versicherungen) machen es schwerer an Private Geld zu verborgen als an Staaten. Eine wirtschafltiche "Blödheit" der östereichischen Politiker, dagegen nicht aufzutreten? Ja, wenn es ihnen um eine gut funktionierende Wirtschaft ginge (die natürlich Voraussetzung ist damit die Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können).
Aber vielen Politikern geht es mehr darum, anderer Leute Geld umzuverteilen (bereits 30% der gesamten Wirtschaftleistung!). Von diesem Standpunkt aus gesehen ist es natürlich wichtiger, dass sich Staaten billiger finanzieren können - noch dazu wo die großen Umverteilungsbrocken noch gar nicht schlagend geworden sind: die ungedeckten Pensionsversprechen. Wer zu feig ist einzugestehen, dass die Versprechungen unrealistisch (oder unehrlich) waren kommt natürlich in Versuchung, das Geld anderer zum Kaschieren der Probleme zu verwenden. Ungarn und Argentinien haben es uns schon vorexerziert und Privatpensionen enteignet.
Vorschriften die "nur" den Staat gegenüber Privaten bevorzugen sind subtiler, gehen aber in die gleiche Richtung. Langfristig schadet das natürlch dem Land, aber bis zur nächsten Wahl wird das schon nicht offensichtlich werden. Ist das blöd von den Politikern? Kommt drauf an worum es denen wirklich geht ...
P.S.: Wer nun behauptet, Staatsschulden wären ja tatsächlich sicherer, sei erinnert: Irland wurde noch vor ca. zwei Jahren die höchstmögliche Kreditwürdigkeit nachgesagt, heute gilt es mit Griechenland und Portugal als hochriskant. So schnell können die Politiker den Kredit (der übrigens vom Wort "credere": "glauben, trauen" kommt) ruinieren.
Nun, ausnahmsweise muss ich zur Verteidigung der Politiker antreten: Mein Verdacht ist, dass sie in gewisser Hinsicht schon wissen was sie tun. Gerade in dem Beispiel, das Herr Treichl gebracht hat: die neuen Vorschriften für Banken (und ähnliche für Versicherungen) machen es schwerer an Private Geld zu verborgen als an Staaten. Eine wirtschafltiche "Blödheit" der östereichischen Politiker, dagegen nicht aufzutreten? Ja, wenn es ihnen um eine gut funktionierende Wirtschaft ginge (die natürlich Voraussetzung ist damit die Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können).
Aber vielen Politikern geht es mehr darum, anderer Leute Geld umzuverteilen (bereits 30% der gesamten Wirtschaftleistung!). Von diesem Standpunkt aus gesehen ist es natürlich wichtiger, dass sich Staaten billiger finanzieren können - noch dazu wo die großen Umverteilungsbrocken noch gar nicht schlagend geworden sind: die ungedeckten Pensionsversprechen. Wer zu feig ist einzugestehen, dass die Versprechungen unrealistisch (oder unehrlich) waren kommt natürlich in Versuchung, das Geld anderer zum Kaschieren der Probleme zu verwenden. Ungarn und Argentinien haben es uns schon vorexerziert und Privatpensionen enteignet.
Vorschriften die "nur" den Staat gegenüber Privaten bevorzugen sind subtiler, gehen aber in die gleiche Richtung. Langfristig schadet das natürlch dem Land, aber bis zur nächsten Wahl wird das schon nicht offensichtlich werden. Ist das blöd von den Politikern? Kommt drauf an worum es denen wirklich geht ...
P.S.: Wer nun behauptet, Staatsschulden wären ja tatsächlich sicherer, sei erinnert: Irland wurde noch vor ca. zwei Jahren die höchstmögliche Kreditwürdigkeit nachgesagt, heute gilt es mit Griechenland und Portugal als hochriskant. So schnell können die Politiker den Kredit (der übrigens vom Wort "credere": "glauben, trauen" kommt) ruinieren.
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