Die gefährlichsten Lügen sind die, die wir gerne glauben.
Lesevorschlag für Erstbesucher: 1.) Gerechtigkeit, ein Kabarett? 2.) Fairness für alle? Ja schon, aber doch nicht für ...
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Mittwoch, 29. Juni 2011
Natürliches Eigentum
Linke Ideologen tun gerne so, als wäre Eigentum ein künstliches Konzept, das nur von bösen "Ausbeutern" erfunden wurde. Tatsächlich tritt die Idee des Eigentums bei Kindern ganz natürlich auf, wie etwa dieser Artikel von Sciencenews zeigt: Kids own up to ownership.
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Dienstag, 17. Mai 2011
Feig und blöd?
So eine Aufregung, nur weil der Herr Treichl das Offensichtliche ausgesprochen hat?
Nun, ausnahmsweise muss ich zur Verteidigung der Politiker antreten: Mein Verdacht ist, dass sie in gewisser Hinsicht schon wissen was sie tun. Gerade in dem Beispiel, das Herr Treichl gebracht hat: die neuen Vorschriften für Banken (und ähnliche für Versicherungen) machen es schwerer an Private Geld zu verborgen als an Staaten. Eine wirtschafltiche "Blödheit" der östereichischen Politiker, dagegen nicht aufzutreten? Ja, wenn es ihnen um eine gut funktionierende Wirtschaft ginge (die natürlich Voraussetzung ist damit die Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können).
Aber vielen Politikern geht es mehr darum, anderer Leute Geld umzuverteilen (bereits 30% der gesamten Wirtschaftleistung!). Von diesem Standpunkt aus gesehen ist es natürlich wichtiger, dass sich Staaten billiger finanzieren können - noch dazu wo die großen Umverteilungsbrocken noch gar nicht schlagend geworden sind: die ungedeckten Pensionsversprechen. Wer zu feig ist einzugestehen, dass die Versprechungen unrealistisch (oder unehrlich) waren kommt natürlich in Versuchung, das Geld anderer zum Kaschieren der Probleme zu verwenden. Ungarn und Argentinien haben es uns schon vorexerziert und Privatpensionen enteignet.
Vorschriften die "nur" den Staat gegenüber Privaten bevorzugen sind subtiler, gehen aber in die gleiche Richtung. Langfristig schadet das natürlch dem Land, aber bis zur nächsten Wahl wird das schon nicht offensichtlich werden. Ist das blöd von den Politikern? Kommt drauf an worum es denen wirklich geht ...
P.S.: Wer nun behauptet, Staatsschulden wären ja tatsächlich sicherer, sei erinnert: Irland wurde noch vor ca. zwei Jahren die höchstmögliche Kreditwürdigkeit nachgesagt, heute gilt es mit Griechenland und Portugal als hochriskant. So schnell können die Politiker den Kredit (der übrigens vom Wort "credere": "glauben, trauen" kommt) ruinieren.
Nun, ausnahmsweise muss ich zur Verteidigung der Politiker antreten: Mein Verdacht ist, dass sie in gewisser Hinsicht schon wissen was sie tun. Gerade in dem Beispiel, das Herr Treichl gebracht hat: die neuen Vorschriften für Banken (und ähnliche für Versicherungen) machen es schwerer an Private Geld zu verborgen als an Staaten. Eine wirtschafltiche "Blödheit" der östereichischen Politiker, dagegen nicht aufzutreten? Ja, wenn es ihnen um eine gut funktionierende Wirtschaft ginge (die natürlich Voraussetzung ist damit die Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können).
Aber vielen Politikern geht es mehr darum, anderer Leute Geld umzuverteilen (bereits 30% der gesamten Wirtschaftleistung!). Von diesem Standpunkt aus gesehen ist es natürlich wichtiger, dass sich Staaten billiger finanzieren können - noch dazu wo die großen Umverteilungsbrocken noch gar nicht schlagend geworden sind: die ungedeckten Pensionsversprechen. Wer zu feig ist einzugestehen, dass die Versprechungen unrealistisch (oder unehrlich) waren kommt natürlich in Versuchung, das Geld anderer zum Kaschieren der Probleme zu verwenden. Ungarn und Argentinien haben es uns schon vorexerziert und Privatpensionen enteignet.
Vorschriften die "nur" den Staat gegenüber Privaten bevorzugen sind subtiler, gehen aber in die gleiche Richtung. Langfristig schadet das natürlch dem Land, aber bis zur nächsten Wahl wird das schon nicht offensichtlich werden. Ist das blöd von den Politikern? Kommt drauf an worum es denen wirklich geht ...
P.S.: Wer nun behauptet, Staatsschulden wären ja tatsächlich sicherer, sei erinnert: Irland wurde noch vor ca. zwei Jahren die höchstmögliche Kreditwürdigkeit nachgesagt, heute gilt es mit Griechenland und Portugal als hochriskant. So schnell können die Politiker den Kredit (der übrigens vom Wort "credere": "glauben, trauen" kommt) ruinieren.
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Dienstag, 10. Mai 2011
Der Neid Heute
Schlagzeile in der wertlosengratis Zeitung "Heute": Jeder Manager kassiert bei uns 1,15 Millionen €.
Nicht zu vergessen: die Kosten für solch billige Polemik kassiert die AK bei uns (diesmal wirklich!): über die Beiträge zur Zwangsmitgliedschaft.
Lesetipp:
Helmut Schoeck: Der Neid : eine Theorie der Gesellschaft. siehe auch meine Lesestoff-Seite.
Mehr zum Thema:
Gerechtigkeit, ein Kabarett?
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Volkshilfe überrascht: Kranke arbeiten weniger
Unser armer Finanzminister
- Was denn? Jeder? Die verdienen alle gleich viel? Unabhängig von Position und Unternehmen? Dann wohl auch die Manager der Arbeiterkammer (die diese
billige PolemikUntersuchung produzierte)? Im Kleingedruckten steht dann doch, dass hier von Durchschnittsgehältern von Vorständen (nicht allen Managern) und nur von den größten Unternehmen die Rede ist. Aber damit läßt sich natürlich nicht so schön der Neid schüren - daher steht dies nicht in der Schlagzeile, aus der die meisten Leser den ersten Eindruck mitnehmen. - Apropos billige Polemik: in Österreich gibt man Gehälter in normalerweise monatlich an, im Kleingedruckten steht dass es sich hier um Jahresgehälter handelt: also durch 14 dividieren. Aber ein Jahresgehalt wo man normalerweise ein Monatgsgehlt liest klingt natürlich nach viel mehr.
- Noch billigere Polemik: die Aussage, dass die Manger mehr verdienen als im Krisenjahr 2009 - soll das eine Überraschung sein, dass man in Nichtkrisenjahren mehr verdient als in Krisenjahren? (vor allem, wenn das Gehalt erfolgsabhängige Komponenten hat!) Was aber bleibt beim oberflächlichen Lesen hängen? Die Managergehälter steigen -pfui wie grauslich. Wie gesagt,
gratisbillige Polemik. - Der Gipfel der Unehrlichkeit: Die Aussage "Jeder Manager kassiert bei uns". Es steht nicht Manager in Österreich kassieren, sondern "bei uns". Das suggeriert so nebenbei, dass deren Gehalt aus deiner und meiner Tasche kommt. Wer aber zahlt tatsächlich die Managergehälter? Die Unternehmer. Wenn die bereit sind solche Gehälter zu zahlen ist das wohl deren Sache (insbesondere die Frage, ob die Manager diese Gehälter wert sind ist Sache derer sie bezahlen, nicht unsere). Es betrifft uns nicht, aber der Vergleich macht uns neidig - und das ist wohl beabsichtigt.
Nicht zu vergessen: die Kosten für solch billige Polemik kassiert die AK bei uns (diesmal wirklich!): über die Beiträge zur Zwangsmitgliedschaft.
Lesetipp:
Helmut Schoeck: Der Neid : eine Theorie der Gesellschaft. siehe auch meine Lesestoff-Seite.
Gerechtigkeit, ein Kabarett?
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Volkshilfe überrascht: Kranke arbeiten weniger
Unser armer Finanzminister
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Donnerstag, 28. April 2011
Unser armer Finanzminister
Eigenartiges liest man im Profil:
Zugegeben, sonst spricht der Profil-Artikel von einem "Desaster für die Steuerzahler", nicht für den Finanzminister. Dass sich der oben zitierte Satz eingeschlichen hat, zeigt aber, wie leicht man in unsinnige Aussagen wie "der Staat zahlt (fördert, unterstützt, ....) dieses oder jenes" verfällt. Nein, nicht der Staat sondern die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen.
Hier mag es ein Versehen sein, aber wenn die Politik mit solchen Verdrehungen wirbt ("diese Sanierung wird von der Stadt Wien gefördert" - und das Geld dafür wächst wohl auf den Bäumen im Rathauspark?) dann wird mein Glaube an Zufälle eindeutig überstrapaziert. Stört mich das: Ja. Wie schon erwähnt lasse ich micht nicht gerne anlügen. Sorgfätig lesen lohnt, siehe auch das gestrige Posting dazu.
"Die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria um den Jahreswechsel 2009/2010 wird für den Finanzminister ein Verlustgeschäft."Für den Finanzminister? Hat er denn die Hypo mit seinem Privatvermögen gerettet? Sein Ministergehalt verpfändet? Oder nicht doch eher nur großzügig das Geld anderer Leute (der Steuerzahler) verteilt?
Zugegeben, sonst spricht der Profil-Artikel von einem "Desaster für die Steuerzahler", nicht für den Finanzminister. Dass sich der oben zitierte Satz eingeschlichen hat, zeigt aber, wie leicht man in unsinnige Aussagen wie "der Staat zahlt (fördert, unterstützt, ....) dieses oder jenes" verfällt. Nein, nicht der Staat sondern die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen.
Hier mag es ein Versehen sein, aber wenn die Politik mit solchen Verdrehungen wirbt ("diese Sanierung wird von der Stadt Wien gefördert" - und das Geld dafür wächst wohl auf den Bäumen im Rathauspark?) dann wird mein Glaube an Zufälle eindeutig überstrapaziert. Stört mich das: Ja. Wie schon erwähnt lasse ich micht nicht gerne anlügen. Sorgfätig lesen lohnt, siehe auch das gestrige Posting dazu.
Mittwoch, 16. Februar 2011
30% und noch stolz darauf
Dem "Sozialbericht" 2009-2010 ist zu entnehmen, dass 2009 bereits mehr als 30% der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung umverteilt werden (siehe S.14: "Im Jahr 2008 wurden 28,3% der jährlichen wirtschaftlichen Wertschöpfung über öffentliche Umverteilung [...] ausgegeben. [...] 2009 ist die Sozialquote gemäß vorläufiger Zahlen [...] über 30% [...].").
Als Vergleich: 30% des Bruttoinlandsproduktes 2009 entspricht in etwa dem ganzen BIP 1981 (nominell, siehe Statistik Austria) oder dem BIP von Ungarn oder Neuseeland (siehe Weltbank).
Aber wen wunderts? Lesen wir doch auf Seite 7: "Seit 1970 ist das durchschnittliche Pensionszugangsalter bei den Direktpensionen um 3,1 Jahre gesunken." Man geht früher in Pension, hat aber eine 6,3 Jahre höhere Lebenserwartung (für 60jährige: 1970 Männer 14,9 Jahre Frauen 18,8 Jahre; 2009 Männer 21,2 Jahre Frauen 25,1 Jahre, Daten siehe Statistik Austria). Klar, dass denen die die Wirtschaftsleistung tatsächlich leisten immer tiefer in die Tasche gegriffen werden muss um so ein System am Leben zu erhalten.
Faszinierend ist nur, dass der Bericht ganz so klingt als wären die Linksumverteiler auch noch stolz darauf, knapp ein Drittel des in Österreich erarbeiteten an sich zu reissen.
Siehe auch:
Gerechtigkeit, ein Kabarett?
Fairness für alle? Ja schon, aber doch nicht für ...
Pensionsproblem? Eigentlich nicht.
Als Vergleich: 30% des Bruttoinlandsproduktes 2009 entspricht in etwa dem ganzen BIP 1981 (nominell, siehe Statistik Austria) oder dem BIP von Ungarn oder Neuseeland (siehe Weltbank).
Aber wen wunderts? Lesen wir doch auf Seite 7: "Seit 1970 ist das durchschnittliche Pensionszugangsalter bei den Direktpensionen um 3,1 Jahre gesunken." Man geht früher in Pension, hat aber eine 6,3 Jahre höhere Lebenserwartung (für 60jährige: 1970 Männer 14,9 Jahre Frauen 18,8 Jahre; 2009 Männer 21,2 Jahre Frauen 25,1 Jahre, Daten siehe Statistik Austria). Klar, dass denen die die Wirtschaftsleistung tatsächlich leisten immer tiefer in die Tasche gegriffen werden muss um so ein System am Leben zu erhalten.
Faszinierend ist nur, dass der Bericht ganz so klingt als wären die Linksumverteiler auch noch stolz darauf, knapp ein Drittel des in Österreich erarbeiteten an sich zu reissen.
Siehe auch:
Gerechtigkeit, ein Kabarett?
Fairness für alle? Ja schon, aber doch nicht für ...
Pensionsproblem? Eigentlich nicht.
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Freitag, 3. Dezember 2010
Die Volkshilfe und die Ehrlichkeit, Teil 2
In einem früheren Posting (Volkshilfe überrascht: Kranke arbeiten weniger) habe ich darauf hingewiesen, dass die sogenannte "Studie" der Volkshilfe mit dem Titiel "Armut macht krank" genau das nicht beweist.
Die Volkshilfe hat zwar keinen Kommentar auf meinem Blog hinterlassen, aber mit einem privaten Email geantwortet.
Die Volkshilfe hat zwar keinen Kommentar auf meinem Blog hinterlassen, aber mit einem privaten Email geantwortet.
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Freitag, 26. November 2010
Fairness für alle? Ja schon, aber doch nicht für ...
... Steuerzahler.
Ein Gustostückerl, dieses Standard-interview mit Martin Schenk ("Sozialexperte der Diakonie"):
"Natürlich gibt es einerseits ein Stipendiensystem, aber das Problem dabei ist, dass es nur die Ärmeren erfasst, die wirklich wenig Geld haben."
Stipendien bekommen nur die, die es wirklich brauchen? Das können wir nicht zulassen.
Ein Gustostückerl, dieses Standard-interview mit Martin Schenk ("Sozialexperte der Diakonie"):
"Natürlich gibt es einerseits ein Stipendiensystem, aber das Problem dabei ist, dass es nur die Ärmeren erfasst, die wirklich wenig Geld haben."
Stipendien bekommen nur die, die es wirklich brauchen? Das können wir nicht zulassen.
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Freitag, 19. November 2010
Gerechtigkeit, ein Kabarett?
Es war einmal ein Kabarettist, der in seiner Show erläutern wollte dass das scheinbar offensichtlich richtige doch nicht immer so klar ist. Also meinte er: "Gerecht ist, wenn jeder das Gleiche bekommt." und nach kurzer Pause dann: "Oder doch eher, wenn jeder bekommt was er braucht?"
Was mich daran fasziniert (und für unsere Gesellschaft typisch erscheint) ist worauf er nicht gekommen ist: Dass es gerecht sein könnte das zu bekommen was man erarbeitet.
Was mich daran fasziniert (und für unsere Gesellschaft typisch erscheint) ist worauf er nicht gekommen ist: Dass es gerecht sein könnte das zu bekommen was man erarbeitet.
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