Die gefährlichsten Lügen sind die, die wir gerne glauben.

Lesevorschlag für Erstbesucher: 1.) Gerechtigkeit, ein Kabarett? 2.) Fairness für alle? Ja schon, aber doch nicht für ...
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Dienstag, 12. Juli 2011

Euro: Glück im Unglück?

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat Angst davor, dass "US-Privatunternehmen" (die Ratingagenturen)  angeblich den Euro kaputt machen. Na da wird sie aber froh sein, dass der Euro von ausgabewütigen Politikern ruiniert wird.

Oder haben vielleicht die bösen Amerikaner ("private" noch dazu!) die griechische Regierung gezwungen Schulden anzuhäufen und die Statistiken zu frisieren? Haben sie die griechischen Wähler gezwungen solche Politiker zu wählen? Das waren frei Entscheidungen - in Griechenland, Italien und sonstwo. Genauso wie es die freie Entscheidung der Politiker in Frankreich und Deutschland war die Defizitgrenze des Maastricht Stabilitätspakt Pakt zu ignorieren - jetzt haben wir die Instabilität, wen wundert's?.
Was den Hass der Politiker auf die Ratingagenturen angeht: why shoot the messenger?

Mittwoch, 25. Mai 2011

Was besagt ein Generalstreik?

Aus dem Blog von Andreas Unterberger:
... ein ORF-Journalist die kühne Behauptung aufgestellt, der griechische Generalstreik zeige, dass die Grenze des Zumutbaren erreicht sei.
Dabei zeigen die Streiks genau das Gegenteil. Die Griechen haben noch immer nicht den Ernst der Lage erkannt. Sie vertreiben mit den ständigen Ausfällen im Flug- und Fährverkehr sogar ihre wichtigste Einnahmequelle: die Touristen. Und auch die Gehaltsbremsen bei den öffentlichen Bediensteten erregen kein Mitleid: Denn deren Gehälter sind seit Einführung des Euro real wie nominell weit steiler gestiegen als in Deutschland oder Österreich.
Nun werden wohl nicht alle Griechen an den Streiks teilnehmen, aber der Kern der Aussage stimmt. es gibt offensichtlich eine große (und lautstarke, und zum Teil gewaltbereite) Zahl von Griechen, die glauben, dass Schulden durch Streiks zum Verschwinden gebracht werden.

P.S.: Vielleicht sind die Streikenden hier zur Schule gegangen?

Siehe auch:
Arm mit 200.000 Euro im Jahr ?
Euro-Vergesslichkeit

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Euro-Vergesslichkeit

Bei all den Diskussionen um die Zukunft der Eurozone scheint etwas in Vergessenheit geraten zu sein:
Als es in den 90er Jahren an die Einführung des Euro ging rechnete niemand damit, dass die südeuropäischen Staaten dabei sein würden. Es war eine (freudige!) Überraschung, dass Italien, Spanien und Portugal sich zusammen nahmen und durch einige Jahre vernünftiger Wirtschaftspolitik die Kriterien erfüllten. Eine noch größere Überraschung war, dass auch Griechenland sich zu qualifizieren schien - allerdings stellte sich bald heraus dass dabei den Statistiken "nachgeholfen" worden war.